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Geld muss dein Sklave sein

Über den Umgang mit Finanzen
Zusammenfassung der Vorträge von Earl Pitts, Canada

von Stefan Goldbach, Christliches Zeugnis
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 |  | "Geld muss dein Sklave sein. Die meisten Menschen haben Geld als ihren Herrn. Aber wenn Geld dein Sklave sein soll, dann musst du wissen, wo du es platziert hast und was du mit ihm tust. Dein Geld ist dir zu jeder Zeit Rechenschaft schuldig." Geld! Als Hauptreferent am Männertag 2000 näherte sich Earl Pitts dem kontroversen Thema von verschiedenen Seiten. Er kontrastierte die Grundsätze des säkularen Finanzsystems mit den Prinzipien, nach denen Gottes Herrschaft aufgebaut ist. Das etablierte Finanzsystem sei nach den Grundsätzen "kaufen und verkaufen", "erlangen und behalten" und "Gewinn kommt durch Prozente" aufgebaut. Gottes Versorgungssystem dagegen funktioniere anders. "Geben und bekommen", "säen und ernten" und "Gewinn kommt durch Multiplikation", bildeten hier die Basis. |
Wer ist Mammon?
Dann ging Pitts auf die Frage ein, was mit "Mammon" gemeint sei. Entgegen der landläufigen Meinung sei das nicht einfach eine schnöde Bezeichnung für Geld, sondern dahinter verstecke sich eine Macht der unsichtbaren Welt. "Mammon ist ein geistliches Wesen, das göttliche Verehrung will", sagte Pitts. "Es will die Gedanken und Herzen von Menschen beeinflussen, so dass sie vom Geld Sicherheit und die Erfüllung ihrer Wünsche erwarten." Das Wort Gottes aber sage, dass alles, worauf ein Mensch sein Vertrauen setzte, zu seinem Schatz werde. Und wo ein Mensch seinen Schatz deponiere, da werde auch sein Herz sein.
"Aus diesem Grund", führte Pitts weiter aus, "fordern wir den Geist des Geldes heraus, indem wir uns folgende Frage stellen: 'Wieviel ist für uns genug?' Mammon arbeitet über die unbefriedigten Wünsche der Menschen. Er will, dass mehr und mehr Bedürfnisse den Menschen und sein Streben bestimmen. Deshalb ist der Geist des Geldes so sehr dagegen, dass wir uns die Frage stellen, wieviel für uns genug ist."

Geld praktisch
Nun ging Pitts zu pragmatischeren Überlegungen über. Das Argument: "Ich kann keinen Zehnten geben, weil mein Einkommen gerade für meine Auslagen reicht", liess er nicht gelten. Jeder Mensch habe einen "geschlossenen Kreis an Bedürfnissen", die erfüllt werden müssten, solle sein Leben funktionieren. Es gebe finanzielle Verpflichtungen, denen sei nachzukommen. Z. B. die Miete, Hypotheken, Lohnzahlungen... schlicht: Alles, was auf Verträgen beruhe. |
| Dann gebe es Notwendigkeiten wie Kleidung, Essen etc. Dinge eben, die beim Führen eines Haushaltes im weitesten Sinne unausweichlich anfallen. Als Drittes schliesslich sei den Wünschen Rechnung zu tragen. Jeder Mensch habe Wünsche: Ferien, Freizeit, Hobbies etc. Auf diesem Gebiet sei der Mensch am meisten den Versuchungen von finanzieller Misswirtschaft ausgesetzt. Pitts sprach weder zügelloser Kauffreude, noch asketischer Entsagung das Wort. Er riet dazu, die eigene Situation vor Gott zu prüfen und den "geschlossenen Kreis" an Bedürfnissen genau zu definieren. |  |  |

Abmachung mit Gott
"Du musst mit Gott zu einem Einverständnis gelangen, was du zum Leben brauchst", erklärte Pitts. Wer wieviel brauche, hänge ganz wesentlich von Alter, Zivilstand, Familiengrösse und vielem mehr ab; es gebe keine einheitliche Regel dafür. "Wenn Gott dir dann mehr gibt, als du brauchst, dann weisst du genau, dass er dir Mittel zur Förderung anderer Menschen anvertraut. Dieses Geld ist dann ausdrücklich nicht für dich bestimmt." Kämen hingegen zu wenig Finanzen zusammen, die Bedürfnisse des "geschlossenen Kreises" abzudecken, dann wisse man genau, was und wieviel man eigentlich noch brauche. Gott gebe gern. Er habe geradezu aufgefordert, ihm Bitten vorzutragen. Ein lebenslängliches, zielloses Gebet in der Art "Gott, gib mir Geld!" sei dann nicht mehr möglich.
Mit Überlegungen zum Weitergeben kehrte Earl Pitts an seinen Ausgangspunkt zurück. Überschüssiges Geld sei zum Geben, zum Säen und zum Multiplizieren da - den Prinzipien eben, die dem Versorgungssystem unter Gottes Herrschaft entsprächen. |

Von Earl Pitts gibt es ein Buch (Mäuse, Motten & Mercedes)
sowie Vortrags-CD's und DVD's bei Campus für Christus |
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