Männer glauben anders?! – Und sie entdecken die Kraft des Glaubens!
Bericht und Bilder vom Männertag 2009 von Thomas Volkart

AufwärmübungNun ist der Männertag schon wieder Geschichte, jedoch nicht bei den ca. 700 Männern, die dabei waren. Da hat Gott sicher in das eine oder andere Männerherz Geschichte geschrieben. Wie kommt das? Es ging wieder einmal um Ihn, unseren grossen und souveränen Gott, der uns Männer so sehr liebt, dass er in jedes einzelne Leben investiert.

Thomas HumbelDamit wir Männer wach und aufnahmebereit auf den Stühlen sassen, dafür sorgte Thomas Humbel der uns mit Humor und einer kleinen Aufwärmübung in den Tag führte.

Ich glaube jedoch nicht, dass nach dem Start des Referats von Adrian Nagel noch einer mit schläfrigem Blick da war. Es begann gleich mit zwei Filmausschnitten aus Lord of the Rings und Australia. Wieso berühren uns solche Filme von Geschichten mit teils abscheulich Gestalten und voll von Kämpfen? Dieser Frage ging Adrian nach. Er untermalte sein Referat immer wieder mit kurzen Filmsequenzen, die zum Nachdenken herausforderten. So führte er uns in das Werk Gottes welches er in 4 Akte unterteilte.

Adrian Nagel1. Akt: Erschaffung von Himmel, Erde bis zu uns Menschen
2. Akt: Das Böse, Satan kommt auf den Plan
3. Akt: Wiederherstellung der Schöpfung
4. Akt: Die Vollendung

Erschaffung
Gott schuf eine grenzenlose wunderbare wilde Welt, so wie wir sie, wenn wir aus dem Alltag in die Wildnis hinausgehen, noch erleben können. Was dabei entstand und wer da involviert war, zeigt uns Gott nicht nur am Anfang der Bibel, sondern auch in den Sprüchen 8, 22-30. Da kommt die Liebesbeziehung von Gott Vater und Sohn Jesus Christus vor Erschaffung der Erde so stark zum Ausdruck. Der Sohn, der die grösste Wonne des Vaters ist. Mit einem Ausschnitt aus dem Film Tristan und Isolde wurde uns das Bildhaft gemacht. Diese Verbundenheit, dieses Zusammensein mit dem Vater. Von ihm zu lernen und später von ihm ins Erwachsenwerden geführt zu werden.

Das Böse
Aber wie wir wissen, ist es nicht so geblieben. Im zweiten Akt kommt Satan ins Spiel, denn er wollte Gott den Thron streitig machen. Jedoch verlor er den Kampf gegen die „Grenadiere“ Gottes (Engelsheer) und wurde auf die Erde geworfen. Jetzt konnte er nicht mehr gegen Gott streiten, also nahm er sich vor, all das, was Gott liebte, zu bekämpfen. Zuerst verwüstete er die Erde und als Gott diese wiederherstellte entschied er sich uns Menschen zu bekämpfen. Und genau diese Begebenheit treffen wir in so vielen Filmen oder auch im Alltag wieder an. Kämpfe von Gut gegen Böse, immer ist ein Widersacher oder Bösewicht da. Und doch leben wir Menschen oft so, wie wenn es ihn nicht gäbe. So vieles wird heute beschönigt, obwohl die Welt hässlich ist. Pornosucht, Drogen, Terror, Gewalt und Krieg um nur einiges zu nennen, sind an der Tagesordnung.

Männer tanzen beim LobpreisWiederherstellung
Und was sagte Jesus? Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen sondern das Schwert. Uns hat er dazu gerufen, als Kämpfer an seiner Seite. Wir sind aufgerufen, Trümmerstätten wieder aufzubauen, auch gerade in unseren Herzen. Unser Verstand wurde durch die letzten Jahrhunderte vergöttert und das Herz vernachlässigt. Doch im Herzen sind verborgen die innersten Gedanken, die Gefühle die Sehnsüchte… Und einer will, dass im Herzen wieder Ordnung herrscht. Gott tut immer dasselbe: Neues schaffen, wiederherstellen, Verlorenes zurückerstatten…, auch bei Dir, auch in deinem Herzen. Jedoch müssen wir lernen wieder Kämpfer für Gott zu sein, dem Dauerangriff von Satan zu widerstehen.

Darin sind zwei Sachen ganz wichtig: Erstens zu wissen, dass Gott immer mit uns ist und zweitens, dass wir erkennen, wer wir sind in Gott! Wir sind die Krönung der Schöpfung, das hat er nie widerrufen.

In Sequenzen aus dem Film die Legende von Bagger Vance wurde uns gezeigt, was es heisst, sich zu verstecken, vor Problemen und Erlebnissen davonzulaufen, altes Geschehenes nicht aufzuarbeiten und so zum Verlierer zu werden. Andererseits sieht man, welche Auswirkung es hat, wenn wir zurück zu unserer Bestimmung finden und uns voll darin investieren.

Genau das erlebte Adrian auch persönlich. Sein Zeugnis zeigt, Gott lässt dich nie im Stich und er schickt dir immer wieder Menschen über den Weg, die echt sind, die, was sie sagen auch leben. Wie ist es bei Dir? Wo stehst Du gerade? Am Ende eines Kampfes oder mittendrin? Stehst Du vor der Entscheidung zurück ins Leben zu gehen, so wie der Golfer Junuh im Film? Diese Fragen durften wir vor Gott bewegen und anschliessend zu zweit oder zu dritt darüber austauschen.

Vollendung
Der vierte Akt steht uns allen noch bevor. Gott will und wird durch Jesus alles vollständig wiederherstellen. Was für eine herrliche Aussicht. Da lohnt es sich dran zu bleiben.
Mit diesem starken Input und den bewegenden Eindrücken wurden wir in den Mittag entlassen.

HomiesHip-Hop für Jesus
Am Nachmittag ging es gleich sehr lebendig los. Denn die Generationen wurden durch den Auftritt der Homies, einer Hip-Hop Band um Dave Wöhrle, verbunden. Das sind nicht einfach ein paar Jungs die Musik machen, sondern junge aufgestellte Männer, denen es wichtig ist, ihren Glauben an Jesus Christus zu proklamieren. Sie singen herausfordernde und zum Nachdenken anregende Texte.

Workshops
Nach diesem Konzert wurde das Thema wieder mit einer eher gewohnten Art aufgegriffen. Männer glauben anders, d.h., jeder erlebt Gott anders. In Workshops gingen wir dem auf die Spur, beziehungsweise erlebten wir die Vielfalt, wie „Mann“ Gott begegnen kann. Bezugnehmend auf das Buch «Neun Wege, Gott zu lieben» wurden neun parallele Workshops angeboten. Jeder Workshopleiter behandelte ein Thema, indem er vor allem Zeugnis und uns Impulse gab, wie wir Gott begegnen und Ihn erleben können.

Thomas StankiewitzWas war das Ziel? Dass ich mich einerseits nicht daneben vorkomme, wenn ich Gemeinschaft mit Gott auf eine andere Art lebe, als dies die „Norm“ ist (z.B. Stille Zeit am Morgen usw.) und andererseits, dass wir die Vielfalt entdecken, wie wir Gott begegnen können. Gott erleben in der Natur, in der Stille, bei einem feinen Essen, während dem Studium von theologischen Schriften, während Zeiten des Fastens, bei der Verwendung von Symbolen, enthusiastisch im Lobpreis, beim Tanz, beim Malen, ja sogar an der Arbeit usw. Es gibt da kaum Grenzen. Damit finden wir Verständnis zur Andersartigkeit und lernen, den anderen zu verstehen, der Gott anders liebt als ich.

Wilf GasserInterviews
Zwei von Wilf durchgeführte Interviews rundeten den Tag ab. Pascal Grossniklaus erzählte von der Widerherstellung seines Lebens und der wieder gefundenen Liebe zu seiner Frau, dank Jesus der ihm begegnet ist und ihn nicht losgelassen hat. Martin Ryser, der Gründer der GEWA in Bern, berichtete von Gottes Handeln in seinem Leben. Von all den Wundern die er erlebte, und besonders von einem Freund, der ihn nicht nur mit Worten begleitete, sondern mit Rat und Tat zur Seite stand. Und gerade auch diese Zeugnisse zeigten einmal mehr, wie nötig wir einander haben. Deshalb ermutigte uns jeder Referent, Freundschaften zu pflegen, besonders auch unter uns Männern. Wir brauchen einander, Seite an Seite im Kampf, miteinander die Kraft des Glaubens entdecken.

KaffepauseDankbarkeit und Freude
Wichtig zu erwähnen sind auch die Zeiten der Gespräche bei Kaffee und Gipfeli und all die Stände mit wertvollen Informationen. Es ist immer so schön, wenn man Männer trifft, die man nicht jeden Tag sieht und die Verbundenheit erlebt, von der West- bis in die Ostschweiz.

LobpreisZum Schluss will ich meinen Dank aussprechen. Danke allen, die mitgetragen haben, die Beter im Hintergrund, die Organisatoren, diejenigen die Stühle aufstellten und verräumten, Matthias Eckardt und seine Band, die uns durch die Lobpreis und Anbetungszeiten geführt haben, all die Referenten und Moderatoren und all die, die ich nicht aufgeführt habe. Ohne Männer die anpacken, wäre dies nicht möglich, und auch nicht ohne all die Frauen, die hinter diesen Männern stehen und sie dazu ermutigen. Es war ein gelungener Anlass, der seine Nachwirkungen haben wird, und ich freue mich bereits jetzt auf den Männertag 2010!

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Die MP3-Dateien (Audio) des Männertages 2009:
Bericht des Männertages auf livenet.ch!

Hier kannst Du den Flyer des Männertages 2009 runterladen!